Location: Altrheinarm Ketsch, Uhrzeit: 09.30 bis 13.00 Uhr

Altrheinarm Ketsch

Es war ein kalter Tag, aber sonnig und ca. 10 Grad Außentemperatur. Um uns etwas Zeit beim Aufpumpen zu sparen, hatten wir das Auto entsprechend umgebaut. 1 SUP passte rein, beim Zweiten mussten wir etwas Luft rauslassen.

Um 09.30 Uhr ging’s dann erstmal los nach Speyer zu „Trittbrett“. Das ist ein Stand Up Paddling Fachgeschäft, sehr kompetent und empfehlenswert. Hier haben wir uns über Trockenanzüge informiert, so dass wir auch im Winter SUP fahren können.

Hier bekamen wir auch den wertvollen Tipp, dass die Strömung im Altrhein Ketsch recht stark ist und wir auf dem Nebenarm nicht mehr zurückkommen würden. Wir entschieden uns dann im See zu bleiben und die Nebenarme nicht zu benutzen.

Wieder angekommen am Altrhein machten wir unsere SUP’s startklar.

Der Einstieg erfolgte am Treppenabsatz gegenüber dem Kanuverein. Die Treppe war im unteren Bereich sehr klitschig. Hier war Vorsicht geboten.

Im Wasser angekommen, musste man direkt mit dem Paddeln loslegen, weil man sonst in den Nebenarm gelangt wäre. Sicher kamen wir beide auf dem See an und entschieden uns dafür einmal um den See zu fahren. Wir hielten wieder genug Abstand zum Ufer, um die Natur und Tiere nicht zu beeinträchtigen.

Wir konnten die Herbstfarben wahrnehmen, die Sonnenstrahlen die uns wärmten und das Glitzern des Wassers. Das Wasser schlug kleinere Wellen durch den Wind, wir konnten auch viele Äste im Wasser ausmachen.

Auch hier konnten wir unbewusst wahrnehmen, dass sich unsere SUP’s automatisch näher kamen, als suchten wir Schutz.

In der Nähe vom Ufer wollten wir eine kleine Rast einlegen und einen Tee trinken, weil wir dachten wir fühlen uns hier sicher. Der See war aber sehr unruhig und wir trieben stetig ab, so dass wir uns entschieden in die Mitte des Sees zu fahren. Dort konnte man sich treiben lassen und den Tee genießen.

Von der Mitte des Sees aus, konnte man den Zugang zum Rhein gut erkennen und wir konnten auch Schiffe ausmachen. Das Wasser des Rheins strömte in den See, so dass man keine Angst haben musste auf den Rhein rauszufahren. Plötzlich wie aus dem Nichts kam etwas aus dem Zugang vom Rhein auf uns zu…

Altrheinsee Ketsch – Zugang zum Rhein

Es kam immer näher und wir konnten erkennen, dass es zwei ältere Kanufahrer waren. Wir waren beeindruckt, dass man in diesem Alter noch so fit sein kann um, wie sich in einem Gespräch herausstellte, eine größere Kanutour mit Rheinüberquerung zu machen. Aber Achtung: Nicht unbedingt mit den SUP wenn man keine Erfahrung hat.

Langsam machten wir uns auf die Rückfahrt ans Ufer der Treppe. Wir umfuhren dabei ein Anglerboot, auf dem ein Vogel saß. Wir fuhren mit genügend Abstand vorbei, so dass dieser sitzenblieb. Auch wenn die SUP’s keine Motorgeräusche abgeben und ruhig sind, ist es wichtig, die Tiere nicht zu erschrecken.

Da wir anfangs mit der Strömung konfrontiert wurden, hatten wir etwas Respekt vor dem Anlegen. Wir berieten uns direkt neben der Treppe nacheinander anzulegen, um kein weiteres Risiko einzugehen. Das bewusste Anlegen klappte sehr gut.

Danach ruhten wir noch etwas auf der Treppe. Zum Abschluss begeisterte uns noch ein kleines Schauspiel eines Vogels, der immer näher kam und uns zeigen wollte, was er alles kann, indem er mit dem Wasser spielte als wären wir seine Zuschauer.

In diesem Sinne, bis hoffentlich bald!